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17.09.2016

Steuerreform: Wann, wenn nicht jetzt?

Der Kreisverband Böblingen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) unterstützt den Vorschlag der Bundes-MIT für eine Steuerreform. Oliver Zander, der Kreisvorsitzende betont, dass die Gelegenheit für Entlastungen noch nie so günstig war, wie heute.

Die Konjunktur läuft hervorragend, es gibt so viele sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik und dadurch erhebliche Mehreinnahmen. Von diesen fordert die MIT, ein Drittel als Entlastung im Rahmen einer Lohn- und Einkommenssteuerreform an die Bürger zurückzugeben. Die weiteren zwei Drittel der Mehreinnahmen sollten zur Schuldentilgung und weiteren Infrastrukturmaßnahmen genutzt werden.
Die Entlastungsvorschläge der MIT werden in einem dreistufigen Modell zusammengefasst:

Stufe I (2018) – Steuersystem einfacher machen: In der ersten Stufe soll der Werbungskostenbetrag von derzeit 1.000,-- Euro auf 2.000,-- Euro verdoppelt werden. Die Berechnung der Werbungskosten entfiele somit für zwei Drittel der Veranlagten. Dies könnte in einem so genannten 100-Tage-Programm nach der Bundestagswahl im September 2017 schnell und unkompliziert umgesetzt werden.
Stufe II (2019) – Steuersystem leistungsfreundlicher machen: In der zweiten Stufe soll der „Mittelstandsbauch“ der Steuerprogression abgeflacht und die Bemessungsgrenze für Spitzensteuersatz nach oben verschoben werden.

Stufe III 2020: Steuersystem familienfreundlicher machen: In der dritten Stufe soll der Grundfreibetrag für Erwachsene auch für Kinder gelten und den bisherigen, niedrigeren Kinderfreibetrag ersetzen. Zusätzlich soll das Kindergeld angemessen erhöht werden.

Für Oliver Zander sind die geplanten Entlastungen auch eine Frage der Gerechtigkeit: „Es kann nicht sein, dass der Spitzensteuersatz schon ab 53.666,-- Euro Jahreseinkommen greift. In den 60er Jahren galt der Spitzensteuersatz erst beim 15-fachen des Durchschnittsverdienstes. Heute gilt dies schon beim 1,3-fachen. Eine solche Verzerrung ist den Bürgern doch mit Recht nicht zu vermitteln! Wir fordern, dass der Spitzensteuersatz künftig ab einem Jahreseinkommen von 60.000,-- Euro greifen soll.“

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